Virenschutz Windows 2003 Server

Grundsätzlich gilt für Server mit installiertem Windows Server 2003 dasselbe wie für seine Clients: Virenschutz hat Priorität. Ein aktueller Virenscanner mit einem täglichen und automatischen Update sowie eine Firewall sind zum Virenschutz für Server und Client unerlässlich. Im Fall eines Servers sind jedoch einige Besonderheiten zu beachten.

Zunächst einmal laufen viele Clientversionen der Virenscanner nicht auf einem Server, was allerdings eher lizenzrechtliche als technische Gründe hat. Des Weiteren ergeben sich durch die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten eines Servers zusätzliche Unterschiede. Fungiert der Server z. B. als Datenbankserver oder wird auf dem Server eine datenbankbasierte Anwendung wie z. B. Windows Exchange ausgeführt, wird eine spezielle Version des Virenscanners benötigt.

Handelt es sich beim Server um einen reinen File- und Printserver, hängt die Qualität vom Virenschutz maßgeblich vom Schutz der zugreifenden Clients ab. Nur über sie können Computerviren auf den Windows 2003 Server gelangen. Gleiches gilt für die Betriebssysteme Windows Server 2008, Exchange Server 2007 und 2010.

Wegen der oft großen Datenmengen auf einem Server, kann ein Komplettscan durch einen Virenscanner kaum durchgeführt werden. Der Scan erfolgt also ausschließlich durch den Echtzeitscanner beim Lesen der Dateien von der Festplatte. Dies kann den Server bei hohen Zugriffszahlen deutlich ausbremsen. Beispielsweise werden bei Printservern bei jedem Druckvorgang zunächst die Treiber von der Festplatte gelesen. Es kann daher sinnvoll sein, das Treiberverzeichnis aus dem Echtzeitscan auszuschließen und stattdessen Schreibvorgänge in diesem Verzeichnis zu unterbinden.

Wie andere Programme auch, werden auch Viren immer mit den Rechten des Benutzers ausgeführt, von dem sie aufgerufen wurden. Damit ist auch eine stringente Rechtevergabe auf einem Server Bestandteil aller Antivirus Maßnahmen. Egal, ob es sich dabei um Windows Server 2003, 2008, Exchange Server 2007 oder 2010 handelt. Werden die Zugriffsrechte der Benutzer konsequent auf das erforderliche Minimum beschränkt, sind die Schadensfunktionen eines Virus gleichfalls begrenzt. Dies gilt sowohl für den Zugriff auf Systemdateien des Servers mit Windows Server 2003, als auch für die Gefahr, dass sich der Virus in mehrere Benutzerverzeichnisse kopiert und von dort aus auf die Clients verbreitet wird.

Sie sehen, Antivirus Maßnahmen auf einem Server mit installiertem Windows Server 2003 beinhaltet eine Menge an Aufgaben. Zusammenfassung: Die Sicherheit eines Servers mit Windows Server 2003, aber auch mit Windows Server 2008, Exchange Server 2007 oder 2010 ist von einem aktualisierten Virenschutz auf Server und Client-Rechnern abhängig, als auch von den Benutzerrechten jedes Mitarbeiters.